Klasse Moral

Die Heimpremiere der Saalfeld Titans nach der Winterpause wurde ausgerechnet vom bis dato Schlusslicht FSV Silvester Bad Salzungen vermasselt. Genau wie im Hinspiel (2:1) setzten sich die Frauen des FSV, diesmal von Volker Hoberg betreut, mit 3:1 letztendlich souverän durch und verließen damit den Abstiegsplatz der Frauen Verbandsliga. Nach dem Freitags Nachhohler gegen Sundhausen, der mit 2:1 bei miserablem Wetter und nach zwei Schlafeinlagen der Abwehr durch Tore von Theresa Chmiel sowie dem Anschlusstreffer nach Strafstoß durch Nicole Huck unglücklich verloren wurde, spekulierte man an den Saalewiesen mit einem Kräfteverschleiß, doch das war bis weit in die zweite Spielhälfte nicht der Fall. Im Gegenteil, Silvester wirkte spritzig, frisch und hoch motiviert. Taktisch umgestellt von der Fünfer auf die Viererkette, gutes anlaufen gegen den Ball sowie Druck auf die gegnerische Abwehr war das Überraschungsmoment das stach. Von Beginn an nahm Silvester das Spiel in die Hand und ließ den Titanen keinen Zugriff auf die Begegnung. Zahlreiche Fehlpässe wurden von Silvester abgefangen und in gefährliche Konter umgesetzt. Schon in der 8.Minute erläuft sich Nicole Huck einen langen ball, findet aber in Torfrau Lisa Rehn zunächst ihren Meister. Doch in der 13. verwandelte sie ein genaues Zuspiel von Göbel zur 0:1 Führung. Immer wieder wurden die schnellen Spitzen bei Silvester gesucht, die nie wirklich unter Kontrolle gebracht werden konnten und oftmals durch die Saalfelder Abwehr nur im Eins-gegen-Eins gebremst wurden. Nach einem Freistoß für Silvester lief Rehn etwas zu früh aus ihrem Tor, Denise Baumhämmel kann den Körper dazwischen stellen und nach einer Drehung in der 21.Minute zum 0:2 einschießen. Sie war es auch, die ihr Team als Kapitän ein ums andere mal motivierte und somit maßgeblich den Grundstein für den Auswärtssieg legte. Nach dem Wiederanpfiff musste sich Silvester auf einen bissigeren Gegner einstellen, was aber nach der Rückumstellung der Abwehr Silvester keine Probleme bereitete. Die große Chance zum 0:3 gab es dann in der 49. als Miriam Göbel allein auf Rehn zulief, aber an ihr scheiterte. Der zweite Matchball in der 57.Minute, als Schiedsrichter Matejka nach einem Foul an Huck auf den Punkt zeigte, die gefoulte Spielerin aber Nerven zeigte und verschoss. Der Druck von Saalfeld nahm weiter zu, doch die Abwehr der Salzungerinnen stand sicher und was doch durch kam wurde von Babett Heiß großartig gehalten. Genau in diese Druckphase hineinspielte Silvester den Konter, den Huck in der 70.Spielminute diesmal eiskalt zum 0:3 verwandelte und die Moral der Titans war gebrochen. Der Treffer von Daniela Janke nach Zuspiel von Jule Fuldner zum 1:3 kam in der 83.Minute zu spät, um dem Spiel noch eine Wende geben zu können. Ein Sieg des Teams und der Moral, das man an sich glaubt bis zum letzten Spieltag. Am kommenden Sonntag empfängt FSV Silvester die Mannschaft von 06 Oberlind ab 14.00 Uhr im Werraenergie Stadion, bei dem Spiel eigentlich nur ein Sieg zur Debatte steht, zumal man die Hinspiel Niederlage vergessen machen möchte.

Saalfeld: Rehe, Korn, Rochter, Hille, Schmiegel (Lindner 29.), Zapf, Hallmann (Chmelik 46.), Fuldner, Janke, Preller, Schmidt

Silvester: Heiß, Storch, Huck, Pabst (Ißle 83.), Baumhämmel, Kirchner, Kallenbach, Hugk, Göbel, Werneburg (Schmidt 65.), Schiefner

Tore: 0:1,0:3 Huck (13.70.), 0:2 Baumhämmel (21.), 1:3 Janke (83.)

Schiedsrichter: Marius Matejka

Zuschauer: 70

Starkes Zeichen gesetzt !

Beim Auswärtsspiel in der Frauen Verbandsliga gegen den Weimarer FFC landete das Silvester Team einen nicht erwarteten, aber nach dem Spielverlauf dann doch einen völlig verdienten Sieg auf dem Lindenberg. Wie schon beim Hinspiel vor zwei Wochen im Werraenergie Stadion spielten die Neetz Schützlinge anfangs auch erfolgreich, kassierten in der 17.Minute durch ein Eigentor den 0:1 Rückstand und kamen bis zur Pause durch zwei Huck Tore zur 2:1 Führung. Dass am Ende eine 4:2 Niederlage hingenommen werden musste, schmerzte doch sehr. Mit einer taktisch und diszipliniert sehr gut umgesetzten Spielweise wurde der Tabellenvierte im Rückspiel ein ums andere mal überrascht. Zu Beginn ergaben sich mehr Spielanteile des FFC, die aber in der Abschlussschwäche vor dem Silvester Tor endeten. Susanne Kirchner organisierte die sicher stehende Abwehr und was durch kam, fischte Babett Heiß im Silvester Tor weg. Der erste gefährliche Konter führte in der 35.Spielminute zur 0:1 Führung. Ein Pass in den Lauf, von Vanessa Pabst mustergültig gespielt, schoss Nicole Huck aus zwanzig Metern aus halblinker Position ab und der Ball rutschte Torfrau Julia Eckert durch die Arme. Das war ein leichter Schock für Weimar, zumal nur sechs Minuten später der zweite Treffer fiel. Huck setzte sich auf der linken Außenbahn ab, passte mit Übersicht auf die in der Mitte mitgelaufene Anne Christin Hugk, die den Ball aus acht Metern ins Netz schob. Kurz vor der Pause (43.) führte eine der wenigen Unachtsamkeiten in der Silvester Abwehr zum Anschlusstreffer. Von der Grundlinie passte Anna Mursch den Ball zurück und Isabell Keil verkürzte auf 1:2. Nach dem Seitenwechsel drängte Weimar mit Macht auf den Ausgleich und auch diesmal setzte die Mannschaft um Kapitän Denise Baumhämmel die in der Pause angesprochenen Anweisungen konsequent um. Auch eine taktische Umstellung in der inneren Abwehr brachte zusätzliche Stabilität. Weimar lief in der 50.Minute erneut in einen Konter von Lisa Werneburg insziniert, den Nicole Huck gekonnt, noch mit dem Ausspielen der Torfrau, zu Ende spielte und Silvester auf 1:3 nach vorne brachte. Lange Bälle hinter die Abwehr waren von Weimar nun angesagt , die aber zunächst ohne Wirkung blieben. Mit Kampfgeist, Willen und gutem Stellungsspiel machte Silvester die Räume eng, sodass Weimar einfach keine Mittel fand um erfolgreich zu sein. Noch einmal leichte Spannung in der 71.Minute, als Julia David nach einem Freistoß aus halbrechter Position den Ball über die Mauer zum 2:3 zirkelte, wobei Heiß durch die tief stehende Sonne noch etwas geblendet wurde. Doch auch diesmal fand Silvester die richtige Antwort. Nach einem Foul an Baumhämmel, legte sich Werneburg den Ball zurecht und vollendete aus gut 25 Metern unhaltbar in der 80.Spielminute zum 2:4 Endstand. Ein in dieser Höhe und aufgrund der Mannschaftsleistung auch verdienter Auswärtssieg, der wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt nährt. Das nächste Spiel muss Silvester am 08.04.18 beim FSV Uder bestreiten, wo mit solch einer Einstellung durchaus ein Punktgewinn möglich ist. Das ausgefallene Spiel gegen Sundhausen wird am 13.04.18 um 19.00 Uhr in Bad Salzungen nachgeholt.

Weimar: Eckert, Meisgeier (Simon 46.), Keil, Behland, Mursch, Mönch, Seeger, David, Kwanka, Urbach, Weinert

Silvester: Heiß, Storch, Huck, Pabst, Baumhämmel, Kirchner, Kallenbach, Hugk, Schmidt (Ißle 85.), Schiefner, (Petter 62.) Werneburg

Tore: 0:1 Huck (35.), 0:2 Hugk (41.), 1:2 Keil (43.), 1:3 Huck (50.), 2:3 David (71.), 2:4 Werneburg (80.)

Schiedsrichter: Christph Rank

Zuschauer: 25

 

Stark verkauft an den Saalewiesen

Das Auswärtsspiel des FSV Silvester gegen den FFC Saalfeld war keine leichte Fußballkost. Das lag zum einen an den schweren Bodenverhältnissen was im allgemeinen keinen Kombinationsfußball zuließ und zum anderen an der bedingten Defensive von Silvester, die an diesem Spieltag nur zehn Spielerinnen zur Verfügung hatten und so den gewohnten Spielfluss des FFC lange im Keim erstickten. Unter diesen Umständen machte Silvester seine Sache sehr gut und verteidigte sein Tor mit allen Mitteln was sie zur Verfügung hatten. So bissen sich die Saalfelderinnen ein ums andere Mal in der Salzunger Abwehr fest und wenn sich Chancen ergaben, wurden sie halbherzig zu Ende gespielt. So blieb nach einem Lattentreffer von Sophie Hopfe in den Anfangsminuten und dem 1:0 aus der 25.Spielminute das einzig zählbare in Halbzeit eins. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild, mit einem Abwehrbollwerk und einem Tabellenzweiten, der lange keine Lösungswege fand dieses zu knacken. Beinahe hätte Silvester den Ausgleich geschafft, als ein langer Ball über die gesamte verdutzte Abwehr geschlagen wurde und man im letzter Not mit Celina Schwimmer und Melissa Maak gemeinsam klären musste. In der Endphase des Spiels konnte Saalfeld in der 60. und 68. noch zweimal jubeln durch die Treffer von Dana Voigt und Sophie Hopfe, aber mehr als ein Arbeitssieg des Tabellenzweiten war es nicht und die größere Anerkennung gebührt dem Gast. Nach dem kommenden freien Wochenende steht am 03.12.17 um 13.30 Uhr noch das Nachholspiel gegen den FFC Weimar im Werraenergie Stadion an.

Saalfeld: Schwimmer, Melle (Traut 73.), Hempel (Voigt 46.), Hopfe, J.Müller (A.Müller 65.), Sprenger, Maak, Atak, Türk, Hopf, Lautenschläger

Silvester: Heiß, Ißle, Petter, Storch, Huck, Baumhämmel, Kirchner, Rismondo, Werneburg, Schiefner

Tore: 1:0 Hopfe (25.), 2:0 Voigt (60.), 3:0 Hopfe (68.)

Schiedsrichter: Torsten Schröter

Zuschauer: 72

 

Hallenlandesmeisterschaft

14. 11. 2017

Sieben Turniere bis zur Ermittlung des Hallenlandesmeisters der Frauen

Auch der Frauen- und Mädchenausschuss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) hat die Planungen für die Hallenlandesmeisterschaft abgeschlossen und die Vereine über den Ablauf informiert.

Schauen wir heute zunächst auf den Frauenbereich. Hier finden am 20.01.18 drei Vorrunden in Bad Salzungen, Schlotheim und Bad Berka statt. Diesen Turnieren schließt sich die Zwischenrunde mit drei Turnieren an. Gespielt wird am 28.01.18 in Bad Salzungen, Schlotheim und Saalfeld.

Die Sporthalle „Grüne Mitte“ Saalfeld ist auch der Ort für die Austragung der Hallenendrunde. Die wird am 18.02.18 mit acht Mannschaften gespielt, wobei der Gastgeber, der 1. FFC Saalfeld, und der Vorjahreshallenmeister, der Weimarer FFC, für das Finale gesetzt sind.

Der Ausschuss hat auch eine Endrunde der Frauen Ü35 vorgesehen. Dafür können sich bis zum 31.01.18 interessierte Mannschaften bei Jeannine Rothe, Mitglied im Frauen- und Mädchenausschuss, melden. Die Endrunde der Ü35 Frauen findet am 25.02.18 in Bad Berka statt.

Wie im Nachwuchs und bei den Männern – darauf gehen wir später noch ein – wird im TFV-Hallenfußball der Frauen nach den Futsalregeln der FIFA gespielt.

Über die Hallenlandesmeisterschaften der B – bis F-Juniorinnen informieren wir am Mittwoch.

Hartmut Gerlach

Kein Boden gut gemacht

In einer gutklassigen Verbandsligabegegnung trafen im Werraenergie Stadion der FSV Silvester Bad Salzungen und ESV Lok Meiningen im ersten Rückrundenspiel aufeinander. Ohne Umschweife ging es auf beiden Seiten ohne Abtastphase zur Sache um die Dominanz herzustellen. Dabei war Silvester darauf aus, die Niederlage aus dem Hinspiel zu tilgen und dem zahlreichem Anhang bei ständigem Regenwetter ein ansehnliches Spiel zu bieten. Ein Durchspiel auf Nicole Huck in der 2.Minute verpasste sie nur knapp, genauso die präzise Flanke von Betti Specht von der rechten Außenlinie auf Denise Baumhämmel, die kurz vor dem Ballkontakt wegrutscht. Meiningen gab die Antwort in der 6.Minute mit einem Steilpass durch die Schnittstelle der Abwehr, konnte aber geklärt werden. Anna Mittelsdorf wurde in der 10. in Szene gesetzt, ihr angesetzter Lupfer senkte sich zum Glück übers Silvester Tor. Dieses Duell, Babett Heiß im Silvester Kasten gegen Mittelsdorf sollte das entscheidende im gesamten Spiel werden. Nach einer Ecke von Laura Reglin verpasst Mittelsdorf von der Strafraumgrenze. Im Gegenzug kann Huck aus zwanzig Metern Anne Hilpert im Meininger Gehäuse nicht bezwingen. Einen neuerlichen Angriff des ESV Lok mit dem Abschluss von Reglin entschärft Heiß. Eine schöne Kombination aus dem Mittelfeld heraus von Huck und Miriam Göbel eingeleitet bringt Specht in Schussposition, doch aus 18 Metern zischt der Ball über die Querlatte. In der Folge gewinnt Heiß zuerst gegen Oehler und kurz danach gegen Mittelsdorf im 1 gegen 1, einfach Klasse. Als sich alles schon auf den Pausentee mit einem Remis einstellten, war die Bewachung von Mittelsdorf einen Tick zu weit weg und sie konnte von der rechten Strafraumgrenze unhaltbar ins linke untere Eck zum 0:1 in der 41.Minute einschießen. Die Chance zum Ausgleich hatte Silvester aber noch in der 44.Minute, als an einer straffe Eingabe von links gleich drei Spielerinnen vorbei rutschten. Nach dem Seitenwechsel spielte Silvester mit mehr Risiko und Druck auf den Ausgleich, was blieb auch anderes übrig wenn man aus dem Keller heraus will. Zunächst wurde zwischen der 48. und 60.Minute ein Schuss von Huck zur Ecke geklärt, dann scheitert Baumhämmel nach einer Ecke von Lisa Werneburg, wieder Huck nach Pass von Baumhämmel vorbei und Susanne Kirchner verzieht nach einer Ecke. Eine brenzlige Situation in der 62.Spielminute bei einem Freistoß von der Strafraumgrenze für Meiningen, aber Heiß fischt den Ball von Mittelsdorf getreten, aus dem Winkel. Eine Minute später war Heiß wieder auf dem Posten. Den Schuss von Michelle Bohlig holt sie aus der linken unteren Ecke.
Endlich in der 65.Minute der ersehnte und verdiente Ausgleich. Ein Angriff über die linke Seite vorgetragen von Kassandra Rismondo und Vanessa Pabst bringt Huck in Position und aus der Drehung schießt sie den Ball zum 1:1 in die linke Ecke. Kurz darauf hat sie die Führung auf dem Fuß bei einem Schlenzer von der Strafraumlinie. Doch das ist leider das große Problem bei Silvester, das man die sich nur wenigen Chancen nicht verwandeln kann. Wieder taucht Mittelsdorf in der 72.Minute allein vor Heiß auf und scheitert erneut, auch beim Nachschuss von Bohlig ist sie zur Stelle. Nach einer angeschossenen Hand von Pabst gibt es Freistoß für Lok aus 18 Metern, doch Reglin setzt den Ball über den Kasten. Ein Punkt wäre so wichtig gewesen und man war so nahe dran, aber in der 87.Spielminute wurde der Ball nicht konsequent verteidigt und wer sonst als Mittelsdorf spitzelte das Leder aus zwei Metern zwischen Abwehr und Pfosten über die Linie zum 1:2 Endstand. Ein Spiel auf Augenhöhe von beiden Teams, mit einem letztendlich nicht unverdienten Sieg der Spielerinnen aus der Theaterstadt. Das unbedingte Wollen und der kämpferische Einsatz bei Silvester sollte als positiver Aspekt in die noch zwei ausstehenden Spiele vor der Winterpause gegen Saalfeld und den Nachholer gegen Weimar mitgenommen werden.

Silvester: Heiß, Storch, Huck, Pabst, Baumhämmel, Kirchner, Specht, Hugk, Göbel, Schmidt (Rismondo 59.), Werneburg (Spieß 73.)

Meiningen: A.Hilpert, Li.Reglin, Oehler (Döll 56.), Kilian (Kaltschmidt 81.), B.Hilpert, Häußler, Mittelsdorf, Döller, La.Reglin, Weiprecht, Bohlig

Tore: 0:1 Mittelsdorf (41.), 1:1 Huck (65.), 1:2 Mittelsdorf (87.)

Schiedsrichter: Pierre Leitschuh aus Barchfeld

Zuschauer: 50

Keine Chance gegen den Primus

Bei teilweise strömendem Regen mussten der FSV Silvester Bad Salzungen gegen FFV Erfurt das letzte Spiel der Hinrunde in der Frauen Verbandsliga im Werraenergie Stadion bestreiten, wobei sich die Erfurterinnen den Herbstmeistertitel mit dem 6:1 Sieg sicherten. Mit Tempo gingen die Erfurter von Anbeginn in die Partie und scheiterten bereits in der 2.Minute durch Stefanie Nehlert an Babett Heiß. Kurz danach verzog auch Jessica Gross am rechten Pfosten vorbei. Auch die nächsten Angriffe durch Paula Meyer, Katja Groll und Nehlert wurden zu harmlos zu Ende gespielt oder man scheiterte an der Silvester Torfrau Babett Heiß, die an diesem Tag wieder einmal glänzend aufgelegt war und die Erfurter offensive im Alleingang zur Verzweiflung brachte. Dann wurde Silvester die erste Chance auf dem Tablett serviert, denn nach einem zu kurz gespielten Rückpass von Anne Engelhardt und einem Missverständnis in der inneren Abwehr, bedankte sich Nicole Huck in der 24.Spielminute und schoss zur 1:0 Führung ein. Doch dieser Rückstand war wie ein Weckruf für den Gegner, der zunächst durch Claudia Ziegenhorn verzog, doch danach erzielte Nehlert nach Flanke von Caroline Jacobi in der 30. den 1:1 Ausgleich. Nach diesem Treffer wurde weiter gepowert, doch weitere drei Hochkaräter der Erfurter wurden von Heiß oder auf der Linie geklärt. In der 34.Spielminute traf dann Jasmin Eckstein nach einer Ecke von Meyer zur 1:2 Pausenführung. Nach den Seitenwechsel dauerte es bis zur 54.Minute, in der Nehlert einen Abpraller unhaltbar unter die Querlatte wuchtete. Danach erreichte das Duell Heiß gegen Groll seinen Höhepunkt, denn innerhalb von zwei Minuten standen sich beide Spielerinnen im 1:1 gegenüber und beide Male hatte Heiß das bessere Ende für sich. Nach zahlreichen Chancen und Eckbällen dauerte es bis zur 70. ehe Diana Behnsen das 1:4 erzielte. Nehlert von Ziegenhorn genau freigespielt, traf in der 72. zum 1:5 und den Schlusspunkt zum 1:6 setzte in der 77. wieder Behnsen. Kurz vor Schluss hatte Silvester noch die Möglichkeit durch Miriam Göbel zu verkürzen, doch ihr Schuss wurde von Marie Jorke aus dem Winkel geholt. Eine Vielzahl ausgelassener Chancen auf Erfurter Seite und eine überragende Heiß im Silverster Kasten prägten das jederzeit faire Spiel. Am Wochenende beginnt die Rückrunde und Silvester empfängt die Mannschaft von ESV Lok Meiningen im heimischen Stadion. Anstoß ist 14.00 Uhr.

Silvester: Heiß, Spieß, Storch, Pabst, Baumhämmel, Kallenbach, Hugk, Göbel, Schmidt, Schiefner (Ißle 81.), Huck

Erfurt: Engelhardt, Meyer, Groll, Ziegenhorn, Jorke, Knoll, Fritsche (Ludwig 46.), Jacobi (Behnsen 46.), Nehlert, Eckstein, Gross

Tore: 1:0 Huck (24.), 1:1 Nehlert (30.), 1:2 Eckstein (34.), 1:3 Nehlert (51.), 1:4 Behnsen (70.), 1:5 Nehlert (72.), 1:6 Behnsen (77.)

Schiedsrichter: Patrick Runknagel

Zuschauer: 20